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Familienunternehmen in Deutschland: Große Familienunternehmen haben sich gut behauptet  -  11.03.2010
statistik2.jpgIn Deutschland gibt es rund 2.700 Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio. Euro Jahresumsatz. Diese machen zwar nur 0,1 % aller Unternehmen aus, sie vereinen auf sich jedoch 18 % des Umsatzes und 14 % aller Beschäftigten. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die das IfM Bonn im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Bank AG durchgeführt hat. Die erstmals durchgeführte Analyse von Bilanz- und Erfolgskennzahlen großer Familienunternehmen zeigte, dass diese ihre Beschäftigung von 2006 auf 2007 um 6,1 % ausweiten konnten. Gemäß der Bilanzdaten hatten große Familienunternehmen im Jahr 2007 im Schnitt eine Eigenkapitalquote von gut 30 %. Das ist weit mehr als bei den nicht familiengeführten Unternehmen.

Große Familienunternehmen sind aber auch stark auf Bankkredite angewiesen, wie an der Quote der Bankverbindlichkeiten abzulesen ist: Rund 24 % des Kapitals stammen von Banken im Vergleich zu gut 6 % bei allen Großunternehmen. Dabei arbeiten Familienunternehmen sehr rentabel, wie die Analyse verschiedener Rentabilitätskennzahlen für die beiden untersuchten Jahre 2006 und 2007 zeigt (z. B. betrug die Umsatzrentabilität großer Familienunternehmen in 2007 2,6 % im Vergleich zu 2,3 % bei allen Großunternehmen).

Eine Stärke der großen Familienunternehmen äußert sich in ihren Anstrengungen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. So investieren große Familienunternehmen mit einer Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung von 4,8 % mehr als der Durchschnitt aller forschenden Unternehmen in die Entwicklung von innovativen Produkten und Prozessen.

Professor Eekhoff erklärte bei der Vorstellung der Studie auf der Pressekonferenz des BDI und der Deutschen Bank: "Die große Bedeutung der Familienunternehmen liegt darin, dass die Familienmitglieder in der Regel gleichzeitig Unternehmer und Eigentümer sind. Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat gezeigt, wie wichtig es ist, unmittelbare Verantwortung für ein Unternehmen zu haben. Dazu passt die steuerliche Diskriminierung des Eigenkapitals gegenüber dem Fremdkapital nicht, wie sie seit Anfang 2009 aufgrund der Abgeltungssteuer und der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen gilt."

Mehr Informationen zu der Studie finden Sie hier: www.ifm-bonn.org/index.php?id=828

Quelle: IfM Bonn

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