Success-Stories
| Inhalt | ![]() Auch wenn es die ganze Branche trifft, "aber 60 bis 70 Prozent weniger Abrufe von den Kunden als vereinbart, haben uns ganz schön in Bedrängnis gebracht", beschreibt Karl-Hugo Schick den Umsatzeinbruch der Monate Januar und Februar 2009. Wirtschaftsingenieur Schick ist geschäftsführender Gesellschafter des Automobilzulieferers Burgmaier Hightech in Laupheim. Für die Großen der Branche wie Bosch, Delphi, Denso oder die Schaeffler-Gruppe produziert das Unternehmen Zylinderköpfe der neuesten Einspritztechnologie für Dieselmotoren, die weniger Sprit brauchen, weniger Abgase ausstoßen und zugleich mehr Leistung bringen. Eigentlich Traum-Produkte, doch die Absatzkrise auf dem Automobilmarkt wirkte sich auch auf die Zulieferer aus und kam so schließlich auch in Laupheim bei der Burgmaier Hightech GmbH + Co. KG an. Dabei standen die Zeichen 2007 noch auf Wachstum. Das Unternehmen verdiente gut und die Kapazitäten wurden erweitert. Karl-Hugo Schick investierte erneut - schon drei Jahre nach der Gründung des Werks. "Wir haben unsere ursprüngliche Fläche von 5.600 auf 11.200 Quadratmeter verdoppelt sowie Maschinen und Anlagen angeschafft", sagt er. Grund für die millionenschwere Investition: In der Zuliefererindustrie sind Maschinen häufig speziell auf die Belange eines bestimmten Kundenartikels zugeschnitten. Doch die Investitionen und ihre Umsetzung liefen nicht so glatt, wie geplant. Es kam zu Verzögerungen, die naturgemäß teuer sind. Zudem kosteten die Investitionen insgesamt mehr Geld, als ursprünglich veranschlagt. "Weil Ende 2008 gleichzeitig der Umsatz einbrach, war ein ganzes Maßnahmenpaket notwendig", sagt Schick. Dazu gehören Fremdkapital, Eigenkapital-Einlagen der Gesellschafter sowie Leasingvereinbarungen. "Die Beteiligung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Anfang 2009 stärkte dabei unser Eigenkapital." Neben der Verbesserung der finanziellen Situation des Unternehmens steuerte Karl-Hugo Schick zusätzlich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Maßnahmen gegen, um die Kosten zu senken. Zwischen Dezember 2008 und Juli 2009 arbeitete das Unternehmen kurz. "Es gab in Laupheim keine Entlassungen", sagt er, "wir konnten lediglich Zeitarbeitsverträge nicht verlängern." Neben verschiedenen Sparprogrammen legte er auch ein Energiesparprogramm auf, mit dessen Hilfe das Unternehmen seine Produktion mit der Abwärme der Maschinen heizt. Fossile Brennstoffe sind dazu nicht mehr nötig. Die Rohmaterialbestände wurden auf zwei Tage Vorlauf reduziert, was die Liquidität schont. "Aufgrund der angespannten Lage war unsere Motivation und die Bereitschaft der Belegschaft, die verschiedenen Maßnahmen sehr schnell umzusetzen, sehr groß", sagt der 40-Jährige rückblickend. Für 2010 sind er und seine 105-köpfige Mannschaft optimistisch. "2010 wird auf jeden Fall besser als 2009", ist er überzeugt. Mit dem hohen Niveau von 2007 in der Automobilindustrie rechnet Schick allerdings nicht vor 2012. Dennoch weiß er, dass sein Unternehmen was Produkte und Kunden angeht sehr gut aufgestellt ist. So wissen auch andere Marktteilnehmer: "Wir hatten noch nie so viele Kundenanfragen wie 2009." ![]() |
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| Unternehmensdaten | Unternehmen Burgmaier Hightech GmbH + Co. KG Gründung 2004 Beschäftigte 105 Internet www.burgmaier.com |













